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Literature: Goethe - Das Märchen

  Seite 54: J. W. von Goethe: Das Märchen



deutscher Text English text
 

Weißt du denn nicht, versetzte sie, daß du auch jünger geworden bist? � Es freut mich, wenn ich in deinen jungen Augen als ein wackrer Jüngling erscheine; ich nehme deine Hand von neuem an, und mag gern mit dir in das folgende Jahrtausend hinüberleben.
Die Königin bewillkommte ihre neue Freundin und stieg mit ihren und den übrigen Gespielinnen in den Altar hinab, indes der König in der Mitte der beiden Männer nach der Brücke hinsah und aufmerksam das Gewimmel des Volks betrachtete.
Aber nicht lange dauerte seine Zufriedenheit, denn er sah einen Gegenstand, der ihm einen Augenblick Verdruß erregte. Der große Riese, der sich von seinem Morgenschlaf noch nicht erholt zu haben schien, taumelte über die Brücke her und verursachte daselbst große Unordnung. Er war, wie gewöhnlich schlaftrunken aufgestanden und gedachte sich in der bekannten Bucht des Flusses zu baden; anstatt derselben fand er festes Land und tappte auf dem breiten Pflaster der Brücke hin. Ob er nun gleich zwischen Menschen und Vieh auf das ungeschickteste hineintrat, so ward doch seine Gegenwart zwar von allen angestaunt, doch von niemand gefühlt; als ihm aber die Sonne in die Augen schien, und er die Hände aufhub sie auszuwischen, fuhr der Schatten seiner ungeheuren Fäuste hinter ihm so kräftig und ungeschickt unter der Menge hin und wider, daß Menschen und Tiere in großen Massen zusammenstürzten, beschädigt wurden und Gefahr liefen in den Fluß geschleudert zu werden.

 

"But are you not aware that you also have become young?" she inquired. "I am delighted to hear it," he replied. "If I appear to you to be a gallant youth, I take your hand anew, and hope for a thousand years of happiness." The Queen welcomed her new friend, and advanced with her and the rest of her companions to the altar whilst the King, supported by the two men, pointed to the bridge, and surveyed with wonder the crowd of passengers.
But his joy was soon overshadowed by observing an object which gave him pain. The Giant, who had just awakened from his morning sleep, stumbled over the bridge, and gave rise to the greatest confusion. He was, as usual, but half awake, and had risen with the intention of bathing in the neighbouring cove; but he stumbled instead upon firm land, and found himself feeling his way upon the broad highway of the bridge. And, whilst he went clumsily along in the midst of men and animals, his presence, though a matter of astonishment to all, was felt by none; but when the sun shone in his eyes, and he raised his hand to shade them, the shadow of his enormous fist fell amongst the crowd with such careless violence, that both men and animals huddled together in promiscuous confusion, and either sustained personal injury, or ran the risk of being driven into the water.


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