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     LiteratureFairy Tales Hans Christian Andersen: Des Kaisers neue Kleider

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  Seite 04: Des Kaisers neue Kleider (Des Kaisers neue Kleider)



deutscher Text English text
 

"Nun, Sie sagen nichts dazu?" fragte der eine von den Webern. "Oh, es ist niedlich, ganz allerliebst!" antwortete der alte Minister und sah durch seine Brille. "Dieses Muster und diese Farben! - Ja, ich werde dem Kaiser sagen, dass es mir sehr gefällt!"
"Nun, das freut uns!" sagten beide Weber, und darauf benannten sie die Farben mit Namen und erklärten das seltsame Muster. Der alte Minister merkte gut auf, damit er dasselbe sagen könne, wenn er zum Kaiser zurückkomme, und das tat er auch. Nun verlangten die Betrüger mehr Geld, mehr Seide und mehr Gold zum Weben. Sie steckten alles in ihre eigenen Taschen, auf den Webstuhl kam kein Faden, aber sie fuhren fort, wie bisher an den leeren Stühlen zu arbeiten. Der Kaiser sandte bald wieder einen anderen tüchtigen Staatsmann hin, um zu sehen, wie es mit dem Weben stehe und ob das Zeug bald fertig sei; es ging ihm aber gerade wie dem ersten, er guckte und guckte; weil aber außer dem Webstuhl nichts da war, so konnte er nichts sehen. "Ist das nicht ein ganz besonders prächtiges und hübsches Stück Zeug?" fragten die beiden Betrüger und zeigten und erklärten das prächtige Muster, das gar nicht da war.

 

"Now, have you got nothing to say?" said one of the swindlers, while he pretended to be busily weaving. "Oh, it is very pretty, exceedingly beautiful," replied the old minister looking through his glasses. "What a beautiful pattern, what brilliant colours! I shall tell the emperor that I like the cloth very much." "We are pleased to hear that," said the two weavers, and described to him the colours and explained the curious pattern. The old minister listened attentively, that he might relate to the emperor what they said; and so he did. Now the swindlers asked for more money, silk and gold-cloth, which they required for weaving. They kept everything for themselves, and not a thread came near the loom, but they continued, as hitherto, to work at the empty looms. Soon afterwards the emperor sent another honest courtier to the weavers to see how they were getting on, and if the cloth was nearly finished. Like the old minister, he looked and looked but could see nothing, as there was nothing to be seen. "Is it not a beautiful piece of cloth?" asked the two swindlers, showing and explaining the magnificent pattern, which, however, did not exist.


Vokabular  
  Das freut uns. = We are pleased.
  aufmerken = to take notice
  verlangen = to ask
  die Seide = silk
  in die eigene Tasche stecken = to put in one's own pocket
  senden = to send
  der Faden = thread

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